Wie man sein Startup nicht nennen sollte

In Hamburg gibt es ein neues Mobilitätskonzept. Es heißt… wie hieß es doch gleich?

Dieses Problem hatte ich kürzlich, als ich mich bei switchh (sic) anmelden wollte.

Irgendetwas mit switch war es doch…

Google-Suche nach SwitchDas war zu optimistisch. Switch Hamburg?

Google-Suche nach Switch HamburgTranssexuelle Selbsthilfe? Nope, ich möchte nur meinen Standort wechseln, nicht mein Geschlecht. Switch HH?

Google-Suche nach Switch HH

Da, auf dem dritten Platz finde ich es. Allerdings nur beim Abendblatt, dass in der Headline auch “Switch” statt “switchh” schreibt. Ein Link zur Website fehlt. Auf der Karte unter dem Logo sehe ich aber, wie es richtig heißt.

Suche nach HH

Meinte ich “switch”? Nein.

Ich meine nur, man sollte bei der Namensfindung vielleicht ein wenig nachdenken.

Neben dem Klang, dem Potential zur Differenzierung und der expliziten Botschaft muss heute auch die “Googlebarkeit” und die “Word of Mouth”-Kompatibilität beim Naming mitgedacht werden.

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Falk Ebert

 

 

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Google Drive (Android)
Es ist schlichtweg unglaublich, wie gut die Google Drive App für Android ist. Wer einen Weg sucht, seine Google Docs unterwegs zu sichten, zu sharen und zu bearbeiten, muss diese App nutzen! Formatieren ist komplett möglich (anders als bei der iOS-App) und sogar die Kollaboration in Echtzeit funktioniert. Für ein paar Änderungen, Notizen oder Kommentare an den eigenen Docs aus der U-Bahn heraus hat Google hier eine echte Killer-Lösung geschaffen.

[Falk Ebert]

Duolingo (App)
Ich bin nicht sicher, ob wir Duolingo schon einmal empfohlen haben. Falls nicht, wird es höchste Zeit dafür. Ähnlich wie Memrise kann man hier Sprachen spielend lernen. Die Apps für iOS und Android sind extrem sauber umgesetzt und gut zu bedienen und es macht einfach eine Menge Freude.

[Christian Faller]

VVS App mit groben Fehlern?

You gotta be kidding me…?

Ist was ich mir gestern gedacht habe, als ich mich für die VVS Handyapp angemeldet habe, um fortan Tickets vom Smartphone kaufen zu können. Beim Registrierungsprozess musste ich meine Daten ca. 7x eingeben, weil die Anmeldung jedes Mal behauptete, dass meine Session abgelaufen sei. Keine Ahnung warum.

Da ich mein Android auf Englisch eingestellt habe, war die App auch automatisch auf Englisch konfiguriert. Was ich gut fand. Allerdings waren die Fehlermeldungen im Eingabeformular auf Deutsch. Sehr sinnvoll für Englischsprachler.

Aber das passt ja noch. Was dann nicht mehr passt ist die E-Mail, die ich für die Registrierung bekommen habe (klicken zum Vergrößern):

VVS-App

Soso, ihr wollt also meine Bankdaten für die Bezahlung haben. Na, wenn ihr damit genauso sorgfältig umgeht, wie mit Euren Kundendaten im E-Mail Backend, dann gebe ich sie euch NATÜRLICH NICHT. Wie zum Teufel kann ein so großes Unternehmen so einen Pfusch veröffentlichen, wenn davon der direkte finanzielle Unternehmenserfolg abhängt??

Christian Faller

Die zwei Gründe, warum Präsentationen so unglaublich nerven

I’ll have  you know that we had a powerpoint persentation with graphs and numbers and i only fell asleep five times

Dass die meisten Präsentationen mit Powerpoint langweilig, ätzend und zäh sind, weiß man. Auch 9gag weiß das und hat obiges Bild am Wochenende auf die Startseite gewählt.

Spannender die Frage, warum das so ist. Meiner Meinung gibt es dafür zwei Gründe:

1. Die Powerpoints müssen zu oft zwei Dinge sein

Gerade im business sind Powerpoints nicht nur auf der Leinwand hinter dem Vortragenden. Nach der Präsentation dienen sie als Referenz für weitere Besprechungen. Sie werden durch das Unternehmen gereicht und dem nächsthöheren Management vorgelegt.

Damit hat die PPT-Datei einen unausweichlichen Zielkonflikt: Entweder sie ist ungeeignet für Präsentationen, überladen mit 8-Punkt-Bulletpoint-Wüsten und vier Diagrammen pro Slide. Star Wars Fans bitte hier klicken. Oder sie hat minimalistische, inspirierende Folien und konserviert den Inhalt nicht. Wird dafür aber der Verantwortung des Präsentierenden gerecht.

Deswegen meine Meinung: Presentations are presented and never printed!

Und wenn es unbedingt sein muss, kann man ja noch eine zweite Version erstellen, die das Gesprochene auf zusätzlichen Slides vermittelt.

2. Wir haben keine Präsentations-Kultur

Geborene Entertainer sind wir Deutschen ja ohnehin nicht. Dabei ist im Beamer-Licht zu stehen auch nichts anderes als das Auftreten im Rampenlicht. Wir verdonnern unsere Schüler zu GFS, doch von wem sollen sie das Präsentieren lernen? Von den Lehrern der alten Schule, die selbst jahrzehntelang langweiligen Frontalunterricht gemacht haben?

Und selbst an der Uni ist das Niveau der Präsentationen noch erschreckend gering. Zum Beamer gedreht, Bulletpoints ablesen. Kein Abholen der Zuschauer, kein Aufwecken mit Gags, kein Begeistern, kein Inspirieren. Chicken, Chicken, Chicken. Und die Professoren bestrafen das viel zu selten, solange der Inhalt des Lehrbuchs nur akurat wiedergegeben wurde.  Death by Powerpoint.

Nie werde ich den Tag vergessen, an dem Chris über die Geschichte der PR referiert hat. Gutes Storytelling, schöne Slides, die nicht vom Redner abgelenkt haben, didaktisch gut aufbereitet. Vieles aus dem Vortrag weiß ich noch heute. Nach ihm hat eine Studentin präsentiert, ich weiß aber nicht mehr worüber. Sie hatte weiße Folien mit schwarzem Text drauf. Sie hat eine halbe Stunde überzogen und eine ganze Note besser als Chris bekommen.

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Falk Ebert

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10000000 (iOS Android)
Nettes Indie-Mobilegame als Crossover aus Puzzle und linearem RPG. Man wünscht sich mehr solcher mutiger Gameplay-Experimente. Ich hatte es zwar schon nach drei Tagen durch, aber das könnet auch nur am Suchtpotential liegen.

[Falk Ebert]

Eat This Much (Website)
Ein Online Ernährungsplaner, der quasi alles automatisiert, je nachdem was für Präferenzen und Einstellungen man vornimmt und welches Ziel man bestimmt. Für alle faulen, die aber sportliche Ziele haben, ist das die Rettung.

[Christian Faller]

Whitepaper: Den richtigen Community Manager finden

WhitepaperZu Beginn des Jahres arbeitete ich als Freier für Circus Social, ein neugegründetes Partner-Unternehmen von Ogilvy. Circus Social ist eine Art Innovation Lab für Social Network Marketing und allem was sich grob an diesen Begriff anschließt. Im Fokus stehen derzeit Plug & Play Facebook Apps, für welche eines der weltweit größen Angebote entwickelt wurde.

Eine zweite große Aufgabe von Circus Social, ist der Aufbau von Thought-Leadership. Zu diesem Zweck arbeitet das Unternehmen ununterbrochen an neuen Whitepapers, Auswertungen und Strategieleitfäden.

Als einer von zwei Contributing Writers durfte ich am ersten offiziellen Whitepaper maßgeblich mitarbeiten, welches nun veröffentlicht wurde:

“Hiring Your Brand’s Community Manager: A Circus Social White Paper to Hiring Your Brand’s First Social Media Marketer”

Das 12-seitige Dokument richtet sich vor allem an Unternehmen bzw. Arbeitgeber, die vor der Entscheidung stehen einen Community Manager einzustellen. Fragen wie “Was ist Community Management eigentlich?”, “Was sind die Aufgaben eines Community Managers?”, “Wie sieht ein typischer Tag aus?”, aber auch “Worauf sollte man beim Einstellen achten?” werden beantwortet. Für die Erstellung des Dokuments wurden viele Ogilvy-interne Ressourcen angezapft, aber ebenso das Gespräch mit einigen der bestens CMs weltweit gesucht.

Jedem der etwas mit Social Media Marketing am Hut hat, kann ich das Whitepaper sehr empfehlen. Es ist grafisch aufgebaut und liest sich ganz entspannt, also keine Textwüste – auch wegen vielen Fun-Facts am Rande.

Download hier: Klick

Viel Spaß!


Christian Faller

Everybody Googles Each Other

Garfunkel and Oates:

Everybody Googles each other
Everybody does their Facebook research
It’s how we get to know one another
To make sure that you’re not in porn.

In Deutschland nennen wir es – in Ermangelung eines besseren Wortes – “auf Facebook stalken”. Im Endeffekt geht es aber um etwas für den homo sociologicus typisches: Wir wissen gerne über die Menschen in unserem Umfeld Bescheid.

In einem Zeitalter, in dem informelle Kommunikation zunehmend maschinenlesbar (und damit auffindbar) stattfindet, ist dieses “Stalken” eine logische Konsequenz. Daraus leiten sich zwei Pflichten ab: Das Nachdenken darüber, was man teilt und das Nachdenken darüber, wie man diese Informationen interpretiert. Meiner Meinung nach liegt das größere Probleme bei dem zweiten Punkt.

Denn digital natives wissen mit dieser neuen Kultur längst umzugehen: Als unangebracht empfundenes oversharing wird in den peer groups der Jugendlichen sofort sozial sanktioniert. Und der Trend geht ohnehin in Richtung selektiveres Sharen (Snapchat) und weg vom Klarnamen (Tumblr). Bleibt also nur den anderen zu sagen, online geteiltes nicht immer so ernst zu nehmen. Auch wenn es dann jeder lesen kann und ja, auch der Arbeitgeber. Gähn.

In diesem Sinne, fröhliches Googlen!

Stop pretending it’s taboo
Like masturbation in the ’50s…

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Falk Ebert

 


Die Autoren

Christian Faller Falk Ebert

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