Ab heute gibt es beim Gefahrgut-Blog neben dem Follow Friday eine zweite regelmäßige Kategorie: Kennen Sie schon?
Dabei geht es um die Millionen und Abermillionen mehr oder weniger wichtigen Begriffe, die uns täglich umgeben, wenn wir uns in’s Internet begeben. Wir stellen jede Woche drei davon vor und geben dazu eine kurze Erklärung. Kennen Sie schon? gibt es jeden Sonntag um 20.15 Uhr. Diese Woche starten wir mit:
Streisand-Effekt
Ein Phänomen im Internet: Ein unüberlegter Versuch, bestimmte Informationen aus dem Internet zu bekommen, kann dazu führen, dass sich genau diese Informationen wie ein Lauffeuer verbreiten.
Benannt ist das Phänomen nach der New Yorker Sängerin Barbara Streisand, die einen Fotografen und eine Internetseite auf 50 Mililonen Dollar verklagen wollte, weil sie eine Luftaufnahme ihres Hauses zeigten. Gebracht hat es der Internetseite über 400000 Klicks und der Sängerin die unrühmliche Namenspatenschaft. Das Bild, dessen Verbreitung Barbara Streisand verhindern wollte, ist heute übrigens in der englischsprachigen Wikipedia eingebunden.
Wir lernen: Im Internet kann man Informationen nicht einfach “löschen”. Viel eher sollte man versuchen, davon abzulenken und zum Beispiel durch Suchmaschinenoptimierung oder eigene Blogs dagegen zu halten. Ganz besonders wichtig ist das bei der Blogosphäre. Anwälte verhalten sich zur Blogosphäre wie Stecknadeln zu Hornissennestern.
Page Impression
Neudeutsch für Seitenabruf, würde ich sagen. Also nicht die einzelnen Abfragen beim Webserver, sondern der Abruf einer ganzen Seite, inklusive HTML, Bilder, Flash und Gedöns. Die Anzahl der Seitenzugriffe ist für die Internet-Marktforschung von Bedeutung.
Deep Web
Hinter diesem Begriff versteckt sich der Teil des WWWs, der nicht über gängige Suchmaschinen wie Google auffindbar ist. Den Gegenbegriff, also die Pages, die jeder Dödel per Google findet, nennt man Visible Web.
Es ist davon auszugehen, dass der Teil des Internets, der nicht von Suchmaschinencrawlern entdeckt werden kann, um ein vielfaches höher ist, als die per Suchmaschine auffindbaren Seiten.









interessant zum Deep Web ist vielleicht auch noch das Projekt des alternativen DNS-Server OpenNIC (http://de.wikipedia.org/wiki/OpenNIC), welche im Gegensatz zu den offiziellen ICANN-Servern, noch zusätzliche top-level domains wie .geek, .free oder .null vergiebt, die meines Wissens nach, noch nicht von Google und co gefunden werden.