Wir starten in die Woche mit einem ganz besonderen Beitrag – einem Gastbeitrag.
Für uns schreibt Kristina Häusler, die nicht nur eine super nette Kommilitonin von uns ist, sondern auch garantiert zu den High Potentials der kommenden Werber-Generation gehört! Ihr findet sie selbstverständlich bei Twitter und Xing.
Viel Spaß mit ihren Eindrücken von der DLDwomen11!
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Mit großer Freude, darf ich heute die Frauenquote des Blogs meiner beiden Studienkollegen Falk Ebert und Chris Faller entschieden aufbessern – und das ganz ohne Gesetz!
Vergangene Woche nahm ich an der DLD Women 2011 teil, die unter dem Motto „Innovation & Authenticity“ zum zweiten Mal an den Start ging. Rund 50 Experten und 400 Persönlichkeiten aus aller Welt diskutierten über die Kraft des Female Factors für Wirtschaft, Bildung, Medizin, Politik und nicht zu vergessen für die Medien. Dazu haben die Schirmherrin Maria Furtwängler-Burda und die beiden Co-Founder Stephanie Czerny und Dr. Marcel Reichart ins Bayerische Nationalmuseum in München eingeladen.
Neben vielen erfolgreichen Führungspersönlichkeiten, Trendforscherinnen und Vordenkerinnen, haben mich ein paar von Ihnen besonders beeindruckt.
Allen voran Yonca Brunini (Google) und Gabriele Zedlmayer (HP), die im Panel „Technology for Good“ die Visionen der beiden Unternehmen vorstellten ohne dabei Werbung für die eigenen Produkte zu machen. Sie faszinierten mit Projekten, die effektive Hilfe zur Selbsthilfe leisteten oder die Mitarbeiter motivierten die eigenen Ideen zu verwirklichen. Dabei schmückten sich beide wenig mit ökonomischen Zahlen und überzeugten durch ihre mitreißende Performance. Die spannendste Geschichte für mich war die eines Mitarbeiter Googles, der von dem einen auf den anderen Tag Anfang des Jahres spurlos verschwand. Denn obwohl der Internetriese alle Verbindungen anzapfte, um den Marketing Executive Wael Ghonim wieder zu finden, war es am Ende ein einfacher Fernsehbericht der Licht ins Dunkle brachte. Fast zeitgleich entdeckten ihn Yonca Brunini und seine Frau in den Straßen Kairos auf dem Sender Al Jazeera als er zum Gesicht der ägyptischen Revolution wurde. Trotz aller Verwirrung und Sorge, wie man mit diesem politisch heißen Eisen umgehen sollte, stand Google stets hinter Wael Ghonim. Seine Frau brachte es faszinierend auf den Punkt: „Warum tut Google sowas für meinen Mann? Er ist doch nur ein einfacher Mitarbeiter und nicht Erik Schmidt!“
Mehr versprochen habe ich mir von den Panels „Innovation“ und „Luxury & Consumers“, die bei der ein oder anderen Sprecherin eher zur Produkt- oder Unternehmespräsentation wurde. Die Diskussion um den „360° Consumer“ ergab auch kaum neue Erkenntnisse. Die Aussagen drehten sich fast ausschließlich um Multi-Channel-
Lösungen, den Einfluss der Mobile Devices auf die allgemeine Mediennutzung und kaum um neue Ansätze, wie man den Konsumenten in die Kommunikation effektiver einbeziehen kann.
Besonders beeindruckt hat mich der Vortrag von Angela Rittig (XING). Faktenbasiert, kritisch und zeitlich eine Punktlandung. Als eine der wenigen Sprecherinnen entschuldigte sie das Scheitern von Frauen in höheren Managementebenen nicht mit der sagenumwobenen „glass ceiling“ oder dem traditionellen männlichen Führungsvorbild. Statt dessen hielt sie uns Frauen den Spiegel vor und bewies anschaulich, dass wir unsere kommunikativen Fähigkeiten kaum für Business-Zwecke nutzten. Denn obwohl wir in Facebook und Co. den Männern um Längen voraus seien, vernetzten wir uns kaum auf Business-Ebene. Auch empfehlten wir uns so gut wie gar nicht weiter, wenn es um neue Job-Möglichkeiten geht. Sie ermutigte das weibliche Publikum das vernetzte Verhalten auf den Beruf zu übertragen und an scheinbar belanglosen Verabredungen mit Geschäftskollegen teilzunehmen. Denn warum sollten wir nicht auch bei einem Feierabend-Aperol entscheiden, wer auf der Karriereleiter weiter nach oben klettert anstatt die Männer das unter sich ausmachen zu lassen. Nach ihrem Vortrag konnte ich ein paar Worte mit ihr wechseln und ihr zu dem gelungenen Vortrag gratulieren.
Alles in allem waren es sehr spannende und beeindruckende zwei Tage voller leidenschaftlicher Sprecherinnen und Sprecher. Ich kann euch nur raten, falls sich die Gelegenheit für euch ergibt, schnappt euch ein Karte für die kommende Konferenz und lasst euch inspirieren von hammermäßigen Powerfrauen.








Ziemlich hohe Kunst einen Vortrag zu halten und keine Werbung für das eigene Produkt zu machen.
Sehr schöner Beitrag, verträgliche Quotenanpassung hier, gerne öfters
Ein bisschen Neid kann ich nicht leugnen. Aber in erster Linie bin ich tief beeindruckt. Ein sehr schöner Beitrag der mir den Hauch einer Ahnung gibt wie aufregend diese 2 Tage gewesen sein müssen. Allerdings sollte nicht verschwiegen werden, dass es ein Privileg ist auf eine solche Veranstaltung geschickt zu werden.
“{…} Ich kann euch nur raten, falls sich die Gelegenheit für euch ergibt, schnappt euch ein Karte für die kommende Konferenz und lasst euch inspirieren von hammermäßigen Powerfrauen.”
Wenn es doch nur so einfach wäre.
Trotzdem vielen Dank für diesen Einblick und die Einschätzung! Die neue Gefahrgut-Frauenquote unterstütze ich natürlich auch voll und ganz. Und jetzt werde ich wie wild die im Beitrag erwähnten Frauen googeln.