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Ich habe ein neues Lieblingstool: RescueTime. Dieses kleine Stück Software ermöglicht automatisches Timetracking quasi im Schlaf. Es spuckt allerlei Informationen darüber aus, wie produktiv ich bin, bzw. was ich jeden Tag am Computer mache und wohin alle die Stunden zwischen Frühstück und Feierabend verschwinden. Was ich liebe: Alles passiert von selbst und es ist völlig umsonst!
Messen macht Spaß
Dass ich nahezu alles messe, habe ich ja schon einmal im Detail dargelegt. Meist ist das aber mit etwas Aufwand verbunden und nicht jedermann Sache. Bei RescueTime gibt es allerdings keine Ausrede mehr. Zeit Management war noch nie so einfach.
Die kleine Software muss einfach installiert werden und macht dann alles von selbst. Besonders ressourcenhungrig ist sie dabei auch nicht, also keine Sorge. Und das beste ist: Das Tool ist umsonst. Zumindest in der Basis Funktionalität. Darin enthalten ist die automatische Aufzeichnung aller Aktivitäten, Kategorisierung in produktiv oder unproduktiv mit Abstufungen und reichlich Statistiken die einem Infos geben mit was wir wann unsere Zeit vergeuden.
Hier ist mein persönliches Dashboard (top secret):

Hinweis: Manchmal lief das Programm nicht, wenn ich vergessen habe es nach dem Neustart anzuschmeissen.
Freemium at its best
Auch RescueTime arbeitet mit einem Freemium Modell. Und dieses ist hier sogar besonders raffiniert umgesetzt. Alle Features werden nämlich angezeigt. So zum Beispiel der Knopf für die Jahresübersicht meiner Produktivität. Wenn man aber klickt passiert das hier:
Eine meiner Lieblingsübersichten ist diese Aufteilung meiner Produktivität nach Tagezeit:

Wenn man darüber nachdenkt macht das für mich großen Sinn. Meine produktivste Zeit ist das Wochenende (sofern ich da arbeite). Warum? Weil mich keine Emails ablenken, da alle anderen nicht arbeiten. Genauso ist der Nachmittag für mich wertvoller, da ich in Amerika arbeite und fast alle meiner Kunden deutsch sind. Das bedeutet, dass meine Kunden morgens arbeiten, wo ich die meiste Zeit mit Emails verbringe oder Telefonate führe – nicht besonders produktiv in meinen Augen. Deswegen habe ich Emails auch als “neutral” kategorisiert, da das für mich Pseudo-Arbeit ist.
Interessant finde ich auch die Gegenüberstellung mit anderen Usern:

Nicht Wartungsintentiv
RescueTime verschlingt minimalen Zeitaufwand, ist schlicht designed und hilft euch dabei, eure Aufmerksamkeit auf wichtige Dinge zu fokussieren. Ich habe eingestellt, dass ich jede Woche eine Zusammenfassung meiner Produktivität per Email bekomme. So muss ich nie manuell nachsehen, nur wenn ich einmal völlig ab vom Kurs gekommen bin und der Sache gerne auf den Grund gehen würde.
Hier könnt ihr euch übrigens kostenlos anmelden: Klick
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wie erkennt er was du gerade machst? oder anders gefragt, wie gut kategorisiert er verschiedene aktivitaeten?
WIE weiß ich leider nicht. Ich bin ja kein Coder. Aber er erkennt es ziemlich gut und die meisten Sachen sind schon vorkategorisiert. Also alle halbwegs bekannten Seiten kennt er Bereits, so wie Facebook, reddit, Google, und sogar kleinere Seiten. Er packt die dann automatisch in die entsprechende Kategorie z.B. Social Networks oder Search oder Writing (MS Office z.b.) oder Graphic Design (Photoshop). Alles was er nicht kennt kommt in Uncategorized und kann von dir manuell eingeordnet werden, was sich beim Longtail aber nicht wirklich lohnt
Du kannst jede Seite komplett selber bewerten wie produktiv sie ist und welche Kategorie sie hat.
Da hast du endlich das Tool, nach dem du so lange gesucht hast
Danke fürs Sharen!
Aber ist es nicht manchmal auch ganz nett sich nicht so viel Stress zu machen und die Zeit aus den Augen zu verlieren?
Ich nehme an das ist bei jedem unterschiedlich. Während ich arbeite, habe ich aber ganz gern ein Auge auf meine Effizienz. Ich lasse RescueTime schließlich nicht laufen, wenn ich Abends mit meiner Freundin einen Film schaue
Sehr interessanter Ansatz! Ein Problem sehe ich dabei aber in “offline-Aufgaben” wie telefonieren… das kann das Programm ja nicht erkennen
Ansonsten aber schon sehr schön dass das alles von selbst funktioniert. Alle Zeiterfassungen die ich bisher kannte (habe http://www.getharvest.com/ und http://www.clockodo.com intensiver getestet) musste man manuell bedienen, also für jeden Aufgabenwechsel kurz klicken – ist vermutlich genauer, aber man muss sich eben auch damit beschäftigen.
Mit der Pro Version gehen auch Offline Aufgaben. Aber ja, da muss man dann manuell bedienen, was wieder etwas lästig ist.