Social Media auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad

Social Media Nightmare Mode (Screenshot aus Doom 1)

99% der Firmen spielen Social Media auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Und damit meine ich nicht den lächerlichen Veteran-Modus von Modern Warfare. Damit meine ich den Nightmare-Modus von Doom.

Are you sure? This skill level isn’t even remotely fair.

Dieser Modus verbietet alles, was Social Media einfach, spaßig und effizient macht:

  • Die Aktivität wird nicht im Unternehmen verankert, sondern als Insellösung in einer Abteilung des Marketing versteckt.
  • Es werden keine echten Menschen gezeigt und lange Abstimmungswege verhindern Echtzeit-Kommunikation.
  • Die C-Suite kümmert sich nicht die Bohne um das, was da passiert oder passieren könnte.
  • Digitale Maßnahmen werden nicht in die klassische Kommunikation integriert.
  • Die zu vermarktenden Produkte sind uncool, lösen keine echten Probleme und haben kryptische Namen.

Zugegeben, den letzten Punkt ändert man nicht von heute auf morgen. Aber davon abgesehen, gibt es eigentlich keinen Grund, Social Media im hard mode zu spielen.

Es ist 2012. Machen wir es uns einfach!

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Falk Ebert

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5 Antworten zu „Social Media auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad“


  1. 1 Jessy Cz August 28, 2012 um 4:07 nachmittags

    Fehlt in der Überschrift nicht ein “l”?

    Den Vergleich mit den Computerspielen finde ich ganz gut. Auch wenn ich selbst keinen blassen schimmer von Modern Warfare oder Doom habe (sorry dafür ;) ) verstehe ich, worauf du hinaus willst. Ich würde mir aber noch ausgereiftere Lösungsansätze wünschen, anstatt nur aufzuzählen, was alles falsch gemacht wird.

    • 2 Falk Ebert August 28, 2012 um 4:29 nachmittags

      Haha, tausend mal durchgelesen, nicht entdeckt. Danke!

      Die Frage nach den Lösungsansätzen ist leider schwerer, als die Kritik. Machen ist eben immer schwerer als Reden…

      Meistens beginnt es damit, dass in der entsprechenden Firma jemand richtig Ahnung von der Materie und genug Power und Durchhaltevermögen hat. Oder ein interdisziplinäres Team wird aufgestellt, vom dem einer Ahnung und ein anderer Power hat. Eine gute Lektüre dazu ist z.B. das HERO-Modell, vorgestellt im Harvard Business Manager 9/2010.

      Der andere Weg ist eine Agentur oder Consulting-Firma, die extrem gut beraten kann und im Unternehmen auf offene Ohren und willige “Mitmacher” trifft, die über den Tellerrand ihrer eigenen Position und Karriere hinwegblicken können.

      Generell ist es die Unternehmenskultur, die den Erfolg fast schon vorgibt. Bei kleinen Firmen klappt das z.B. oft besser als bei den großen, geringe Machtdistanz hilft, usw.

      Viele Grüße!

  2. 3 Jessy Cz August 31, 2012 um 12:16 nachmittags

    Danke für deine ausführliche Antwort! Deine Schilderung erinnert mich ein wenig an http://www.trendopfer.de/wahrheit/2009/08/wenn-unternehmen-twittern/ :D
    Mal schauen, ob ich das Harvard Business Manager Magazin im Munzinger-Archiv irgendwo finde.

    PS: gern geschehen – man liest etwas tausend Mal und dann entdeckt ein anderer beim ersten Lesen doch einen Fehler. Als Hobby-Lektorin mach ich das gern :)

    Liebe Grüße


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