Red Bull Stratos: Wie das Millionen-Projekt im Internet präsentiert wurde

Man bricht nicht alle Tage durch die Schallmauer. Schon gar nicht ohne Flugzeug. Aber wenn man es tut, sollte auch jemand was davon mitbekommen.

Als Felix Baumgartner gestern genau das gemacht hat, wurde die Mission nicht nur von Facebook, Twitter, Blogs, Newsrooms und diversen Red-Bull-Medien begleitet, sondern auch über eine extrem gute Website.

Schon die Hauptnavi zeigt: Hier hat sich jemand Gedanken über den Content gemacht. Jede Unterseite bietet zahlreiche relevante Informationen und macht Spaß zum Durchlesen.

Der Kernbereich der Live-Seite – das Video – wurde über einen Live-YouTube-Player mit bis zu 1080p eingebunden. Dadurch war es problemlos auf mobilen Geräten abspielbar und leicht zu teilen / einzubetten. Der Stream ist bei mir nur ein bis zwei mal kurzzeitig eingebrochen.

Darunter war ein Bereich mit Anzeigen von diversen Messungen wie dem Luftdruck und der Temperatur. Diese Daten waren auch im YouTube-Channel eingebunden und wurden live aktualisiert.

Und schließlich folgte der wichtigste Teil: Ein Live-Stream der Tweets mit integriertem Publisher zum Veröffentlichen von Tweets und Sharing-Buttons.

Während des Sprungs wurden Fragen über Twitter und Facebook beantwortet und geschedulte Nachrichten von Felix abgesetzt.

Nach der Landung gab es im Stream einen erneuten Hinweis auf die Kanäle, sodass kurz nach dem Broadcast folgender Zwischenstand erreicht wurde:

Facebook-Kanal: 542 000 Likes
Twitter-Account: 218 000 Follower
Instagram: 9000 Follower
Google: rund 10 Mio. Treffer für “red bull stratos”
YouTube: rund 8 Mio. simultane Zuschauer (Peak kurz vor dem Sprung)

Dazu kommt natürlich noch die Berichterstattung über die Presse (mehrere Beiträge aus so gut wie allen wichtigen Nachrichtenhäusern) und eine geplante Dokumentation. Nebenbei haben auch zahlreiche andere Red-Bull- und Baumgartner-Kanäle von der Aktion profitiert.

Ich weiß nicht, wie viel Geld die Aktion Red Bull gekostet hat. Ich schätze, es wird ein mittlerer zweistelliger Millionen-Betrag sein. Aber ich bin mir sicher, Red Bull Stratos hat einen ordentlichen Marketing-ROI eingefahren.

Selbst für eine Marke, die von Events und deren Broadcasting lebt, war der Stratosphärensprung ein echtes Highlight.

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Falk Ebert

3 Antworten zu „Red Bull Stratos: Wie das Millionen-Projekt im Internet präsentiert wurde“


  1. 1 Benjamin Johannes Lang Oktober 15, 2012 um 2:16 nachmittags

    Ich habs ja gestern schon angemerkt: Red Bull kann was in Sachen Marketing. Ist aber vielleicht auch zu erwarten bei einer Firma, die letztlich nur aus einer Marketingabteilung funktioniert und das Produkt selbst von anderen herstellen und vertreiben lässt ;)


  1. 1 Marketing in 39 km Höhe - RedBull-Stratos - Everything Social Media Trackback zu Oktober 15, 2012 um 11:15 nachmittags

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