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Whitepaper: Den richtigen Community Manager finden

WhitepaperZu Beginn des Jahres arbeitete ich als Freier für Circus Social, ein neugegründetes Partner-Unternehmen von Ogilvy. Circus Social ist eine Art Innovation Lab für Social Network Marketing und allem was sich grob an diesen Begriff anschließt. Im Fokus stehen derzeit Plug & Play Facebook Apps, für welche eines der weltweit größen Angebote entwickelt wurde.

Eine zweite große Aufgabe von Circus Social, ist der Aufbau von Thought-Leadership. Zu diesem Zweck arbeitet das Unternehmen ununterbrochen an neuen Whitepapers, Auswertungen und Strategieleitfäden.

Als einer von zwei Contributing Writers durfte ich am ersten offiziellen Whitepaper maßgeblich mitarbeiten, welches nun veröffentlicht wurde:

“Hiring Your Brand’s Community Manager: A Circus Social White Paper to Hiring Your Brand’s First Social Media Marketer”

Das 12-seitige Dokument richtet sich vor allem an Unternehmen bzw. Arbeitgeber, die vor der Entscheidung stehen einen Community Manager einzustellen. Fragen wie “Was ist Community Management eigentlich?”, “Was sind die Aufgaben eines Community Managers?”, “Wie sieht ein typischer Tag aus?”, aber auch “Worauf sollte man beim Einstellen achten?” werden beantwortet. Für die Erstellung des Dokuments wurden viele Ogilvy-interne Ressourcen angezapft, aber ebenso das Gespräch mit einigen der bestens CMs weltweit gesucht.

Jedem der etwas mit Social Media Marketing am Hut hat, kann ich das Whitepaper sehr empfehlen. Es ist grafisch aufgebaut und liest sich ganz entspannt, also keine Textwüste – auch wegen vielen Fun-Facts am Rande.

Download hier: Klick

Viel Spaß!


Christian Faller

Gastartikel: Warum Social Media Marketing nur (noch) selten funktioniert?

Social Media Marketing

Photo by Jason. A. Howie (flickr)

Wir freuen uns mal wieder über einen neuen Gastartikel auf dem Gefahrgutblog. Diesmal von einem alten Freund von mir aus Hamburg, Conrad S. Conrad. Conrad berät und unterstützt eine Anwaltskanzlei aus Hamburg seit über vier Jahren in Sachen SEO und hat das 1. Jur. Staatsexamen mit Schwerpunkt Medienrecht. Seit ich ihn vor vielen Jahren kennengelernt habe, arbeitete er bei zahlreichen großen Onlineportalen aktiv mit und weiß wie das Socialweb tickt. Im Gegensatz zu Falk und mir bringt er eine juristische Perspektive für das Thema Social Media mit, die etwas kritischer als unsere übliche Sicht auf das Thema ist. Wir freuen uns daher darüber, seine Gedanken zum Thema mit euch teilen zu dürfen.

Das „Social Media Marketing“ ist seit Jahren nicht mehr wegzudenken, wenn es um intelligente Werbung, Vertriebskanäle für Unternehmen sowie das Branding einer Marke geht. Was einst im frühen Zeitalter des Internets die Banner-Werbung oder das Sponsoring war, musste neueren Trends weichen, die vom viralen Marketing durch Youtube-Videos bis hin zu Fansites bei Facebook reichen.

Der Erfolg mag diesen recht geben, wie diverse Studien über die Effektivität und Steigerung der Akzeptanz beim User belegen. Auch wenn sich in letzter Zeit immer mehr Menschen beispielsweise über die im News-Feed platzierte Werbung bei Facebook echauffieren[1], erscheint die Strategie von Mark Zuckerberg und Co. konsequent[2]. Durch personalisierte Werbung – lassen wir die rechtliche Zulässigkeit solcher Methoden einmal außen vor – wird dem Benutzer ein vermeintlich passendes Portfolio an Produkten geboten und damit ein persönlicher Bezug suggeriert. Es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir auf aufgerufenen Webseiten nur solche Produkte eingeblendet sehen, die sich in unserem Kleider- oder Kühlschrank befinden. Spätestens bei der Verknüpfung von Daten aus dem Internet mit weiteren „offline“-Daten dürfte so etwas problemlos umzusetzen sein.

Ein wesentlicher Bestandteil der Marketing-Strategie ist Social Media, um Unternehmen und Kunden direkt zu vernetzen. Der Clou: Durch die Nähe zum Kunden kann dieser direkt beeinflusst oder zumindest „informiert“ werden. Wenn sich das Unternehmen mit dieser Strategie gut aufstellt, tritt der Werbecharakter in den Hintergrund und es entstehen fast schon „freundschaftliche“ Beziehungen zu den Endverbrauchern. So liegt es auf der Hand, dass immer mehr Unternehmen in die sozialen Netzwerke drängen und sich dort mit einer Fanseite dem Kunden möglichst zum Anfassen nähern.

Der Kunde kann auf diese Weise frühzeitig über neuste Produkte und Rabatt-Aktionen informiert oder sogar mit Gewinnspielen gebunden werden und fühlt sich im Idealfall heimisch umgarnt. Exklusive Inhalte, private Einblicke und persönliche Worte runden das Angebot optimalerweise ab. Und wenn beispielsweise TK-Unternehmen noch direkten Support über ihre Fanseite offerieren, scheint das Konzept doch aufzugehen, oder?

Einige neuere Marketing-Strategien

Weiterlesen ‘Gastartikel: Warum Social Media Marketing nur (noch) selten funktioniert?’

Der eine Trick, der eure liebsten Online-Tools noch besser macht.

Eine kleine Sammlung mit dem jeweils besten Tipp, den ich für den entsprechenden Dienst geben kann. Ich werde keine Links oder genauen Erklärungen in diesen Artikel einbauen, weil das eigentlich jeder selbst hinbekommen sollte.

Hoffentlich ist für jeden was dabei!

 

Google Suche: Benutzt Chrome!

  • Die Omnibox ist sehr kluk. K-L-U-K.

Google Calendar: Aktiviert Friendly Reminders!

  • Kann man in den Labs einschalten. Dann kommen Erinnerungen für Termine als Pop-Up-Boxen, die man gemütlich wegklicken kann.

Google Drive: Holt euch die Android-App!

  • Meine Herren, eine so gute und praktische App habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Damit lassen sich Gdocs bearbeiten, formatieren und kommentieren, als ob es nix wäre. In Echtzeit!

Google Maps: Verlinkt Orte!

  • Mit dem Link-Symbol in der Marginalspalte könnt ihr Links auf die aktuelle Ansicht setzen. Sehr praktisch zur Kommunikation mit Freunden.

Facebook: Nutzt die Restricted-Liste!

  • Nach dem Hinzufügen eines Pseudo-Freundes einfach auf die Eingeschränkt-Liste setzen (Mouseover beim Freunde-Button). So kann man Freunschaftsanfragen annehmen, ohne darüber nachdenken zu müssen.

Twitter: Macht euch eine VIP-Liste!

  • Eine geheime Liste anlegen, als Bookmark speichern und dann alle Leute reinhauen, die a) euch etwas bedeuten und/oder b) hochrelevant twittern. Macht Twitter besser.

YouTube: Nutzt Watch Later!

  • Mit Watch Later kann man Videos zur entsprechenden Liste hinzufügen. Das geht auch bei eingebetteten Videos. Dann kann man sie beim Spülen gemütlich auf dem iPad ansehen, oder im Smartphone automatisch vorladen lassen, damit sie in der U-Bahn später keinen Traffic brauchen. Extrem praktisch.

Pinterest: Folgt EUREN Interessen!

  • Lasst euch nichts erzählen über Zielgruppen und Themen bei Pinterest. Macht ein Board über etwas, bei dem ihr wirklich passioniert seid. Follower werden kommen.

Memrise: Ignoriert Wörter!

  • Manche Kurse enthalten Wörter, die z.B. einen Tippfehler haben oder zweideutig sind. Nicht ärgern – einfach ignorieren drücken.

Codecademy: Gebt der Seite noch eine Chance!

  • Dort hat sich viel getan seit unserem letzten Artikel – schaut mal vorbei!

Quora: Schaut euch die Trending Topics an!

  • Neues Feature, rechts in der Seitenleiste. Macht Spaß.

Instapaper: Benutzt Bookmarlets für Ordner!

  • Für jeden Ordner bei Instapaper könnt ihr ein eigenes Bookmarklet in den Browser ziehen. Das spart das Sortieren.

Tumblr: Schaut euch die App an!

  • Selbst wenn ihr sie nicht verwendet, ist sie ein schönes Beispiel für Mobile-Design.

Reddit: Sucht euch einen Client aus!

  • Die Seite selbst ist hässlich. Es gibt aber fantastische Clients. Mein Favorit: Alien Blue für das iPad.

Spotify: Macht Trennstriche

  • Eine neue Playlist anlegen, “-” nennen, staunen. Schöne Trennstriche für eure Playlists.

 

Kanntet ihr alles schon? Euer Lieblings-Tipp war nicht dabei? Ab in die Kommentare damit!

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Falk Ebert

99,9% der brands auf Facebook setzen ihre Prioritäten falsch.

Prioritäten

Welches Profil auf Facebook schaut ihr am häufigsten an? Wer a) ehrlich und b) nicht gerade unsterblich verliebt ist, antwortet hier: Mein eigenes.

Was schauen sich brand manager im Dienst am häufigsten an?
Richtig, ihre Fanseite.

Und das führt dann dazu, dass die meiste Energie in das Titelbild, die Apps und die Anordnung der Favoriten gesteckt wird. Soll ja auch alles schön nach Marke aussehen. Und nach einem Monat heißt es dann auf der Seite mit dem wunderschönen Titelbild nur noch “schönes Wochenende”.

Ein Fehler, denn nur 0,1%-0,5% der Fans schauen sich Fanseiten als solche überhaupt an.

Die Musik spielt auf der Startseite und (siehe oben) auf den Seiten von Menschen aus Fleisch und Blut. Und deshalb fängt jede vernünftige Planung für Facebook auch nicht mit dem Titelbild an. Sondern mit der Frage, wie man verdammt noch mal auf die Startseiten und Profile der User kommt. Die Antwort auf die erste Frage ist Likes, die Antwort auf die zweite Frage ist Shares.

Und wie bekommt man Likes und Shares? Indem man eine kluge, aber agile Content-Strategie und eine Menge Kreativität aufeinandertreffen lässt.

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Falk Ebert

Besser als gedacht: Fünf Fakten zur Wii U.

Das Logo der WiiU

Als 2006 die Wii angekündigt wurde, ging ich von Null auf Fanboy in zwei Sekunden. Bei der Wii U war das, ähm, anders.

Mein erster Gedanke: Das Ding kaufe ich mir frühestens mit dem nächsten Zelda. Nachdem ich das erste Mal die Finger an der Wii U hatte, hat sich meine Meinung geändert. Zwar nicht in zwei Sekunden, aber doch ziemlich schnell.

1. Die WiiU ist ein gutes Produkt – Punkt.

Der Controller liegt gut in der Hand, das Konzept mit dem zusätzlichen Bildschirm überzeugt. Sogar das Zielen durch Hochhalten des Controllers funktioniert – viel besser als bei iPad-Spielen wie RAGE.

Das Gamepad sieht in RL deutlich besser aus als auf den offiziellen Produkt-Renders von Nintendo. Was man über Konsole leider nicht behaupten kann. Nintendoland und ZombieU machen einen spaßigen Eindruck. Der Blick auf die Hardware offenbart eine zweitklassige CPU, die dafür durch eine gute GPU, ordentlich RAM und einen Sound-Chip entlastet wird. Und das Gamepad bietet quasi alles, was man einbauen könnte – sogar NFC.

2. Die Wii U hat ein Kommunikationsproblem – ein großes.

Die Wii konnte man leicht erklären:

Du nimmst den Controller in die Hand und er ist dein Tennisschläger.

Bei der Wii U klingt das ungefähr so:

Du hast ein Gamepad in der Hand, das gleichzeitig ein zweiter Bildschirm mit Touch ist, aber auch Bewegungssensoren hat. Aber nur ein Spieler hat es, die anderen haben normale Wiimotes. Und durch den Bildschirm kann der eine Spieler z.B. geheime Infos bekommen. Cool, oder?

Weiterlesen ‘Besser als gedacht: Fünf Fakten zur Wii U.’

Warum wir wirklich unproduktiv sind

Der Produktivitäts-Killer Nummer eins ist Prokrastination.

Prokrastination ist besonders da ein Zeit-Fresser, wo es viel zu entdecken gibt. Und wo gibt es mehr zu entdecken als im Internet?

In der Schule wurde uns noch eingetrichtert: “Räumt euren Schreibtisch auf, damit ihr nicht so viele ablenkende Sachen in eurer Reichweite habt.” Doch was macht man, wenn man an einem PC mit Internet sitzt und eine Milliarde ablenkende Sachen im Reichweite hat? Den PC auszuschalten oder die Internet-Verbindung zu kappen ist tatsächlich eine Lösung, die manchmal hilft. Chris hat mit dem Pomodoro-Timer eine radikale, aber tatsächlich wirksame Lösung hier im Blog vorgestellt.

Was aber immer der erste Schritt sein sollte: Notifications ausschalten.

Mail-Notifications in Sozialen Netzwerken: Ausschalten! Dafür sorgen, dass man keine E-Mail Benachrichtigungen sieht, hört oder fühlt und seine Mails tatsächlich in sinnvollen Intervallen checken kann! Push-Nachrichten am Smartphone: Stark limitieren! IM-Programme: stumm schalten!

Nur so kann man als digital native Aufgaben meistern, die tatsächlich Hirnmuskel-Anstrengung erfordern. “Always on” ist ein schönes Schlagwort. Wer es aber zu wörtlich nimmt, kann nicht mit Flow arbeiten.

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Falk Ebert

Hinweis: Das war schon immer so

Eine der Marken, die ich bei Facebook geliked habe, hat am Montag folgendes Update gepostet:

Dazu folgende Anmerkung:

  1. Das war schon immer so, seit es den Edgerank gibt
  2. Ich habe nicht einmal meine besten Freunde auf einer extra Liste – wenn es Leute gibt, die Brands darauf schreiben, muss die Marke irgendetwas verdammt richtig gemacht haben
  3. Um konsequent zu sein, hätten sie das Update eigentlich über zehn Mal posten müssen, dass es auch alle Fans lesen (hust)

Christian Faller

Follow Friday

Tom Fishburne (Blog)
Besagter Tom ist der “marketoonist”. Und seine Cartoons rund um das Thema Marketing sind nicht nur ganz nett gezeichnet, sie treffen auch absolut ins Schwarze! Egal ob Social Media Strategie, Banner-Blindheit oder Groupon – besser kann man es kaum sagen. Zu jedem Comic gibt es auch ein wenig fundierte Hintergrundinformation.
Preston & Child (Facebook)
Wer mal eine gut geführte Facebook Fan Page von Autoren sehen will, kann sich die Seite meines Lieblingsduos Preston und Child ansehen. Die App gewinnt zwar keinen Design-Award, aber die beiden hängen sich richtig rein und arbeiten sehr nah mit den Lesern zusammen. Und das obwohl sie inzwischen auch nicht mehr die jüngsten sind. Also: Social Media Schwäche aufs Alter zu schieben ist nicht mehr drin!

5 geniale Facebook Seiten (nicht Starbucks!)

Wie oft habe ich jetzt schon Auflistungen über die besten Facebook Seiten gelesen. Und es sind immer die gleichen: Starbucks, Coca Cola, RedBull. Ja, ja und ja. Wenn 50 Millionen Menschen jeden Tag meinen Kaffee trinken, dann ist es auch kein Wunder wenn die Facebook Seite ein paar Millionen Fans hat.

Eine gute Facebook Seite ist für mich eine Seite, die ungeachtet Ihrer Größe großartig ist. Ich habe in diesem Artikel fünf Seiten zusammengestellt, die ich beeindruckend finde, weil sie bestimmte Dinge sehr gut verstanden haben oder umzusetzen verstehen.

Weiterlesen ’5 geniale Facebook Seiten (nicht Starbucks!)’

Der ultimative Nein-Aber-Artikel (Teil 1)

Wir Menschen denken gerne in Schwarz-Weiß. Dahinter steckt unter anderem der Bestätigungsfehler (aka confirmation bias). Das reicht mir als Grund, alle brennenden Digital-Themen mal aus einer differenzierten Nein-Aber-Sichtweise zu beleuchten. Immer schön kritisch bleiben!

Not sure meme

Nein, Facebook verkauft keine Daten

Daten verkaufen ist schlichtweg nicht ihr Geschäftsmodell. Sie verkaufen Aufmerksamkeit. Habe ich hier ausgiebig erklärt.

Aber:

Es gibt dennoch zahlreiche Gründe, mit Daten auf Facebook sparsam umzugehen. Facebook ist meilenweit davon entfernt, eine transparente Firma zu sein. Und sie stehen seit dem IPO unter massivem Erfolgszwang.

Nein, Computer machen nicht dumm

Der Kreuzzug, der Manfred Spitzer gerade durch Talkshows von login bis Jauch führt lässt mich staunen. Seine Thesen sind so populistisch, dass ich gar nicht erst darauf eingehen möchte. Haben auch kompetentere Leute als ich bereits ausführlich gemacht.

Aber:

In einem Punkt gebe ich ihm Recht: Die Sucht-Gefahr von MMOs bei Jugendlichen wird immer noch unterschätzt.

Nein, Apple ist nicht nur Lifestyle-Religion

Von den Gegnern aus dem PC/Google-Lager wird Apple gern als fantastischer Werbe-Coup beschrieben. Das greift schlichtweg zu kurz. Das User Experience eines Apple-Geräts ist etwas ganz besonderes. Darf ich daran erinnern, wie viele “iPhone-Killer” es gebraucht hat, bis es tatsächlich Smartphones gab, die ähnlich gut zu bedienen waren? Der Erfolg von Apple liegt nicht in guter Werbung.

Aber:

Genau deshalb kann Apple die Geräte auch völlig überteuert verkaufen. Was bei Smartphones vor wenigen Jahren mangels Alternativen noch verständlich war, ist bei Laptops und Desktop-Rechnern kaum hinzunehmen.

Nein, der App-Store ist nicht cool

Ein anders Thema ist die App-Economy, die derzeit von Mobile auf OSX portiert werden soll. “App” ist das Kurzwort für Application und damit nichts anderes als ein Anwendungsprogramm. Früher hat man die noch überall frei herunterladen und installieren können. Heute benötigt jede App grünes Licht von Apple und Entwickler müssen 30% ihrer Einnahmen abdrücken.

Aber:

So kritikwürdig diese Zensur im walled-garden auch ist – sie löst auf einen Schlag alle Probleme, die nicht-digital-natives mit Computerprogrammen bislang hatten: Malware, komplizierte Installation/Deinstallation, Kompatibilitätsprobleme. Und der Appstore hat es wieder leichter gemacht, gute Software zu monetarisieren.

Nein, wir können das Urheberrecht nicht einfach abschaffen

Unsere Gesellschaft und Wirtschaft ist schlicht noch nicht weit genug, auf Urheberrechte komplett zu verzichten. Ich persönlich bewerte diesen Vorschlag als Extremposition, die Schwung in die Debatte bringen soll.

Aber:

Es ist einfach nicht hinnehmbar, wie inkompatibel unser Urheberrecht mit dem Medien-Alltag im Jahr 2012 ist. Es gibt keinen Jugendlichen, der sich noch nicht illegal Musik, Kinofilme oder Pornos besorgt hat. Es gibt keinen Nutzer von Sozialen Netzwerken, der noch keine (fahrlässige) Urheberrechtsverletzung begangen hat.

Die Posse um die Website von Siegfried Kauder entlarvt die inkompetente  und lobby-getriebene Praxis, die immer noch die Netzpolitik in Deutschland dominiert. Das kann so nicht weitergehen.

Nächsten Montag fünf neue Nein-Aber-Beiträge. Unter anderem zum Thema post privacy und dem Ende der klassischen Werbung.

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Falk Ebert


Die Autoren

Christian Faller Falk Ebert

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