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Was uns Social Ads über klassische Werbung sagen – ihr werdet Euren Ohren nicht trauen.

Photo by vividBreeze (flickr)

Ich bitte Euch, lest diesen Post nicht einfach nur, sondern versetzt Euch für einen Moment in die Welt einer Werbeagentur. Ihr seid für das Werbebudget eines großen Kunden verantwortlich und habt die Wahl wohin das Geld fließt.

Und los geht’s…

Wen man eine klassische Werbekampagne macht, dann geht das meistens ungefähr so:

  1. Kunde brieft Agentur
  2. Agentur macht lustige Kreatividee
  3. Kunde gibt das Go
  4. Agentur kauft die Mediaschaltungen für viel Geld und lässt die Werbung laufen
  5. Agentur und Kunde werten aus wie die Ergebnisse waren
War die Werbung gut, ist alles schön und die Welt in Ordnung. War die Werbung schlecht kann man sich den Hals manchmal immer noch mit einem goldenen Nagel in Cannes oder bei anderen Kokswettbewerben aus der Schlinge ziehen. Wird auch das nichts, war es einfach schlecht.
Social Ads funktionieren entscheidend anders:
  1. Kunde brieft Agentur
  2. Agentur macht zwanzig lustige Kreativideen
  3. Kunde gibt das Go
  4. Agentur schaltet die zwanzig Werbungen
  5. Agentur überwacht in Echtzeit die Zugriffe, Kostenverläufe und Conversion Rates der Werbeanzeigen
  6. Agentur streicht die 10 schlechtesten Werbungen und nimmt die Komponenten der besten 5 Werbungen als Mittel um neue Anzeigen zu kreieren
  7. Agentur optimiert die Gebote für Werbeeinblendungen, damit den Cost-Per-Click und experimentiert mit dem Targeting
  8. Agentur lässt die besten 5 Werbungen in jeweils 7 verschiedenen Varianten mit unterschiedlicher Zielgruppe laufen
  9. Agentur lässt die besten 5 Werbeanzeigen mit jeweils 4 verschiedenen Farbkombinationen laufen
  10. Agentur legt jeden Tage einen Leistungsbericht der Werbekampagne vor und beweist, dass sie auf die unerwarteten Erkenntnisse der Zielgruppe gekonnt reagiert
  11. Agentur fokussiert in einem Endspurt das restliche Budget auf ein Destillat aus Hunderten von Werbeanzeigen und kann verglichen zum ersten Anlauf deutlich messbare Verbesserungen vorzeigen
  12. Kunde freut sich, Agentur freut sich, Konsument freut sich
Und was wäre passiert, wenn die Agentur klassische Medien gebucht hätte?
Eine von zwanzig Werbeanzeigen wäre blindlings ohne Kenntnis der Effizienz auf den Kunden losgelassen worden. Man hätte sich gewundert warum die ach so kreative Idee nicht in Verkäufen endet. Man hätte es vermutlich nicht einmal bemerkt, weil klassische Medien generell schlecht konvertieren – was aber auch niemand bemerkt, weil wir es ja nicht einmal messen können.
Ha! Clever. Wieviele Leute eine Superbowl Werbung gesehen haben ist eine maßlos willkürliche Schätzung die mit höchster Wahrscheinlichkeit wenig mit der Realität übereinstimmt. Zu Messen wie viele dieser Leute danach das Produkt gekauft haben gar ein wahnwitziges Vorhaben.
Ich möchte jedoch betonen, dass ich keineswegs behaupte klassische Medien seien schlecht. Keineswegs. Eine gute Kampagne ist nach wie vor integriert über alle Kanäle. Was ich sage ist, dass klassische Werbung weniger für den Euro liefert als Social Ads. Was ist außerdem sage ist, dass jede Aussage die wir über den ROI von klassischer Werbung machen äußerst weit hergeholt ist.
Möglicherweise sollten einige Unternehmen über eine Reallokation ihrer Werbebudgets nachdenken.
Stoff zum Nachdenken.

Understanding the ROI of Social Media – Gary Vaynerchuck


Die Einbetten Funktion funktioniert für den entsprechenden Player leider nicht, daher müsst Ihr Euch das Video auf der Seite von Gary ansehen. Ich empfehle es aber AUF JEDEN FALL. Für jeden, der Marketing oder Werbung im Internet verstehen möchte, ist es ein Must-See: Klick

Christian Faller

“Risk of Ignoring” – Interview mit Uwe Knaus

Bild von Uwe Knaus

Uwe Knaus ist “Manager Corporate Blogging & Social Media Strategy Communications” bei Daimler. In seiner twitter-Bio heißt es dagegen:

Social Media Realist @Daimler, der ernsthaft twittert – jedoch nicht immer Ernsthaftes!

Wer seine Artikel bei Chip gelesen hat oder sich sein Schützling, das Daimler-Blog ansieht, der merkt: Da ist jemand nicht nur mit Begeisterung bei der Sache, sondern weiß auch noch wovon er spricht.

Im Dezember ist er einer Einladung an die HdM gefolgt, als dort unter dem Motto “Communicators go Campus” zum fröhlichen Plaudern über das Social Web und die Chancen für Unternehmen eingeladen wurde. Am Stehtisch hat er uns dann spontan ein Interview zugesagt. Wir sind froh, dass es geklappt hat und wir nun unseren Lesern den Mann hinter dem Daimlerblog vorstellen können!

Interview mit Uwe Knaus von Daimlerblog

1. Das Daimlerblog, das Sie betreuen, läuft bereits seit Oktober 2007 und hat im Web viel Beachtung und Lob bekommen. Dennoch zögern viele Firmen, ein CEO- oder Mitarbeiterblog einzuführen. Was hat das Daimler-Blog der Firma denn bisher konkret gebracht? Was sind die messbaren Effekte des Blogging?

Wir haben mit den Inhalten des Daimler-Blogs eine Zielgruppe erreicht, die wir mit unserer klassischen Kommunikation zunehmend schwerer, teilweise auch gar nicht mehr erreichen. Pro Monat sind das bis zu 40.000 „Unique Visitors“. Unsere Leser bleiben pro Besuch im Schnitt 5:11 Minuten und beschäftigen sich dabei intensiv mit Daimler, den Mitarbeitern und deren Themen. Sie bekommen dadurch einen Einblick in unseren Konzern – einschließlich Eindrücken, Gefühlen und Gedanken von Menschen, die hier arbeiten.

Das Thema „Messbarkeit“ ist mit dem Aufkommen von Social Media ein Stück komplexer geworden. Social Media folgt nicht den Gesetzen und Mechanismen der traditionellen Medien. Anstelle von Page Impressions, Clicks und Leads treten Vernetzungsgrad und Engagement. Man spricht zwar weiterhin vom ROI (Return on Investment), meint jedoch „Risk of Ignoring“ im Sinne von: Welches Risiko geht ein Unternehmen ein, wenn es Social Media ignoriert?

Weiterlesen ‘“Risk of Ignoring” – Interview mit Uwe Knaus’

ROI von Aktivitäten im sozialen Internet

Socialweb macht Spaß, doch zahlt es sich auch aus? Sollte man dort kostbares Werbebudget investieren? Ja, meinen die Macher, des Socialnomics-Blogs!

Investition in das soziale Internet kann sich lohnen.

In einem Video (das einem ähnlich wie die did you know-Reihe im Sekundentakt astronomische Zahlen um die Ohren knallt) werden uns erstaunliche Beispiele gezeigt. Größtenteils die Beispiele, die Sammy und ich schon in unserer Präsentation zum social network marketing gezeigt haben:

  • 32 Millionen Media Impressions, knapp vierhunderttausend Dollar Mediawert für die Whopper Sacrifice Aktion, die schon nach einer Woche von Facebook gestoppt wurde.
  • 500% Umsatzsteigerung bei blendtec durch “will it blend”.
  • Dell Verkauft über Twitter mit Millionenumsatz
  • und so weiter…

Interessant finde ich aber auch Fälle, wo Investitionen an anderer Stelle massiv Geld einsparen konnten: Lenovo konnte 20% beim Call Center einsparen, nachdem man eine Community-Seite bereitgestellt hatte, auf der sich Kunden gegenseitig halfen.

Weiterlesen ‘ROI von Aktivitäten im sozialen Internet’


Die Autoren

Christian Faller Falk Ebert

Social

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