Posts Tagged 'Technologie'

Die Zukunft des Bloggens

Ghost

Blogs haben sich zu einem der bedeutendsten Teile des Internets entwickelt. Sie bilden Meinungen, informieren, vernetzen Nischen oder dienen zum Austausch unter Freunden.

Die meistgenutze Software ist dabei WordPress, aber auch Blogger von Google oder Microblog-Alternativen wie tumblr sind sehr erfolgreich.

Was sich aber immer mehr abzeichnet, ist ein Trend in Richtung Simplizität. tumblr wird deswegen immer beliebter, da es bewusst weniger Features bietet und wahnsinnig schnell aufgesetzt und bedient werden kann.

Derzeit enwickelt sich aber vor allem WordPress zunehmend weg von einer Blogging Plattform und hin zu einem umfangreichen CMS als Backend für “richtige” Websites. Während diese Entwicklung brilliant ist und sich für WordPress sicherlich bezahlt macht (mit meiner Agentur setzen wir bei ca. 90% der Websites für unsere Kunden auf WordPress), ist es für Blogger inzwischen nicht mehr die Plattform, die es einmal war. Es wird zunehmend mehr Hintergrundwissen verlangt. Vor allem wenn man eine schöne Seite haben möchte und etwas vom Standard abweichen will.

Eine neue Nische tut sich also auf, in die niemand geringeres als John O’Nolan stoßen möchte. Und wenn sich jemand mit der Technologie des Bloggens bestens auskennt, dann O’Nolan. So war er drei Jahre lang Deputy Head des WordPress UIs, wo er das Interface, das wir alle so lieben, entwickelt hat und hat Blogs für Firmen wie Microsoft, Nokia, MTV und Template Seiten wie WooThemes gebaut. Credibility? Check!

Mit einem grandiosen Team möchte O’Nolan nun eine neue Open-Source Blogging Plattform einführen, die er “Ghost” nennt. Das Ding steht bei Kickstarter in den Löchern und wir gebacked wie die Hölle. Schaut euch dieses Video an (Embed war leider nicht möglich):

Ghost Video

Ich sehe in diesem Ansatz durchaus das Potenzial, einen großen Teil der Leidenschafts-Blogger anzusprechen, die eben so wie Ghost an sich, keinen kommerziellen Hintergrund haben und nur aus Spaß schreiben.

Die eindeutige Abgrenzung zu WordPress gefällt mir gut und ist denke ich die Stärke von Ghost. Mit der zunehmenden Verbreitung von Tablets, die auch zum Tippen wirklich tauglich sind und dabei noch Bilder und Videos machen können, wird das Bloggen von Unterwegs sicher noch zunehmen.

Wir schielen weiterhin mit einem Auge auf Ghost und halten euch auf dem Laufenden.

Christian Faller

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What’s the most powerful/inspirational quote you’ve ever heard? (Quora)
Wer auf so etwas steht, findet hier eine Menge starke und inspirierende Zitate. Die gefühlte Hälfte davon ist von Steve Jobs und/oder wirklich abgedroschen, dazwischen findet man aber echte Perlen.
Project Glass (Google+)
Am Mittwoch haben wir darüber berichtet. Google Glass könnte das nächste RICHTIG große Ding werden. Auf der Google+ Page zum Project Glass gibt es alle News und neuen Bilder bzw. Videos.

Google Glass: Wo man die Brille bekommt und was sie kann

Google Glass Brille

Okay, während ich diese Zeilen tippe, bin ich aufgeregt wie ein kleines Kind. Das Project Glass von Google ist zwar seit längerer Zeit schon bekannt, aber es wird zunehmend konkreter. Wir haben bislang auf dem Blog noch nie davon berichtet, aber ein eben aufgetauchtes Video von Google können wir nicht länger unter den Tisch kehren.

Was ist Google Glass?

Die Brille von Google – namentlich Google Glass – ist ein Versuch, die Funktionalität von Smartphones nahtlos in unser Leben zu integrieren. Ohne Knöpfe, ohne Gerät in der Hosentasche, ohne Bedienung per Hand. Zugegeben, die Brille und das gesamte Konzept dahinter wirken extrem futuristisch. Aber so what? Ich würde alles geben, um das Ding beta zu testen!

Wie im Video unschwer zu erkennen, versucht Google nicht nur ein Produkt zu schaffen, sondern quasi eine Erweiterung unseres eigenen Körpers. Der Einsatz der Brille gibt uns effektiv zwei weitere Hände. Oder anders gesagt: Man hat die Hände immer noch frei, um alles zu tun, kann aber gleichzeitig Fotos machen, Termine planen, Infos suchen, Chatten, Navigieren, und und und.

Das konnten andere Geräte zuvor zwar auch. Aber bei weitem nicht auf einem Level, wie das, das im Video suggeriert wird. Außerdem musste man (außer im Auto) selbst für Sprachsteuerung bislang immer noch ein Gerät in der Nähe des Mundes halten oder nebenher bedienen. Wenn Big G die Sache wie angepriesen durchziehen kann, kann ich nur diesem YouTube User beipflichten:

Google Glass

Was bedeutet das für die Werbung?

Die ganze Sache einen Schritt weiter gedacht, eröffnen sich auch für die Werbewelt ganz neue Dimensionen, von denen nicht nur Unternehmen sondern auch Verbraucher profitieren können. Ideen die sofort kommen sind natürlich “Push Notifications” – falls man das dann noch so nennen kann – die verstärkt auf geografischer Basis arbeiten. Aber auch die Warenkennzeichnung in Läden über Augmented Reality würde einen wahnsinns Sprung machen. Für eine Aktion wie die von Lego bräuchte man plötzlich nämlich keinen Automaten mehr, sondern einfach die Brille:

Bei allem Negativen was man über Google sagen kann, sind sie was Datenschutzbestimmungen angeht, nicht auf den Kopf gefallen. Daher bin ich sicher, dass es gerade bei einem solch heiklen Privacy Thema viele Einstellungsmöglichkeiten gibt. Wenn die fein genug ausfallen, sehe ich das Thema weniger kritisch als es auf den ersten Blick wirkt. Im Endeffekt muss man die Vorteile der Brille gegen unsere Paranoia abwägen. Vielleicht bin ich da aber etwas voreingenommen.

Ich freue mich jedenfalls wahnsinnig über die geniale Erfindung und kann es kaum erwarten bis Google Glass marktreif ist.

Wo bekomme ich die Google Brille?

In Deutschland derzeit leider gar nicht. In Amerika gibt es aber derzeit eine Bewerbungsphase, bei der sich Non-Developer für ein Alpha Produkt bewerben können. Kostenpunkt 1.500 USD und die Chancen genommen zu werden sind bei dem zu erwartenden Andrang eher bescheiden.

Nichtsdestotrotz, für diejenigen die es interessiert: Per Hashtag #ifihadglass kann man sich in 50 Wörtern oder weniger bewerben. Mehr Infos zum Bewerbungsprozess gibt es hier bei engadget.

Christian Faller

Ebook Reader Trends 2012 [INFOGRAFIK]

Ebook Reader Infografik

Ich habe mir mal die Mühe gemacht ein wenig über den aktuellen Ebook Reader Markt zu recherchieren. Was Verkäufe angeht ist die Sache ja relativ eindeutig und man liest auch viel auf einschlägigen Websites. Amazon hat mit den Kindle Kampfpreisen eindeutig die Nase vorn.

Ich habe mir deshalb die Trends des Jahres etwas angeschaut. Ganz speziell ging es mir um das Suchverhalten der Deutschen. Meine Daten basieren auf den Ergebnissen von Google Trends, wo ich die gängigen Player am Markt einmal verglichen habe.

Interessante Insights für mich waren die Tatsache, dass das Wort “Kindle” sich mehr und mehr zum Überbegriff für die ganze Produktgruppe zu entwickeln scheint. Etwa so wie “Tempo” statt Taschentuch oder “Nutella” statt Nuss-Nougat-Creme. Auch auffällig war, dass es Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland zu geben scheint. Zudem hat Sony mit dem PSR-T2 offenbar ein Naming Problem an der Backe.

Ebook Trends 2012 Infografik

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Eevil Oh (Pinterest)
Meine Herren! Interior Design, Artworks, Fotografie, Infografiken, Design und Lifehacks. Dieser Account ist das reine Rundum-Sorglos-Paket. Und alle Boards haben es in sich.
myLED (Kickstarter)
Genervt von Klingelton & Co? Dieses aktuelle Projekt auf Kickstarter liefert ein visuelles Signal für Benachrichtigungen. Netter Ansatz mit bereits hunderten von Backern.

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What are some of the funniest Yahoo! Answers trolls? (Quora-Thread)
Extrem lustig, wie hier auf der einen Frage-Plattform (Quora) Troll-Antworten der anderen Frage-Plattform (Yahoo Answers) gesammelt werden. Mein absoluter Favorite: Die Antwort auf die Frage, wie man denn am besten Energie verschwenden könnte.
Squareup (App)
Du bist mit deinen Freunden unterwegs und mal wieder der einzige, der Bargeld dabei hat? Nun können deine Freunde bei dir mit Kreditkarte zahlen. Dem Geld wochenlang hinterher zu rennen ist endlich Geschichte – und die 2,75% Gebühren sind zu verschmerzen. Geht bislang leider nur in den USA und Kanada, aber die Idee ist genial.

Was ist reCAPTCHA und wie funktionierts

Wahnsinn, manche Sachen macht man jeden Tag und begreift sie gar nicht. Gerade letzte Woche erst hatte ich bei reCAPTCHAS einen großen “Ahaaa-Moment”. Die meisten unserer Leser wissen vermutlich längst was es damit auf sich hat. Dieser Artikel ist für diejenigen, die es noch nicht wissen.

Weiterlesen ‘Was ist reCAPTCHA und wie funktionierts’

Amazon Kindle Vorteile und Nachteile (Erfahrungsbericht)

Nachdem ich meinen Kindle nun seit ca. 2 Jahren benutze, ist es Zeit für einen Erfahrungsbericht. Der Ebook Reader von Amazon hat für mich viele Vorteile. Gleichzeitig bin ich aber ehrlich, und zeige auch einige der Nachteile des Kindles auf.

Insgesamt möchte ich vorweg nehmen, dass ich mit dem Gerät nach wie vor, sehr zufrieden bin und es auf keinen Fall missen möchte. Ich werde untenstehend nicht alle Vorzüge, die ich in meinem Artikel “10 Gründe warum ihr Euch das Kindle noch heute kaufen solltet”  bereits aufgelistet habe, noch einmal aufzählen. Vielmehr soll es eine Art Review des Ebook Readers sein, das euch die typische Nutzung in meinem Alltag erläutert.

Übrigens: Wer noch keinen Kindle hat, kann ihn inzwischen sehr günstig bei Amazon kaufenDie Reader werden von Amazon derzeit sogar verlustbringend verkauft, um die Technologie zu verbreiten. Wenn jemals ein guter Zeitpunkt war um zuzuschlagen, dann jetzt! Dass diese Idee bereits einige andere Leute hatten, zeigt sich daran, dass sich Kindle Ebooks inzwischen in höherer Stückzahl verkaufen als ALLE Papierbücher zusammen.

Weiterlesen ‘Amazon Kindle Vorteile und Nachteile (Erfahrungsbericht)’

Behind the Scenes: 5 Learnings von einer Tech-Konferenz

Letzte Woche habe ich fünf Tage auf der Techweek Konferenz in Chicago verbracht. Und zwar als freiwilliger Mitarbeiter. Warum? Weil ich selbst einmal einen Blick hinter die Kulissen eines so großen Events werfen wollte.

Als Stage Manager habe ich die Hand von Jason Fried schütteln können, den ich für das Video oben vorbereitet habe, mit Hootsuite CEO Ryan Holmes geredet, Optimizely Gründer Dan Siroker Fragen gestellt und die vier Mal ausgefallene Fernbedienung von Emerson Spartz ausgewechselt, dem Viral Wunderkind des Internets. Dabei habe ich einiges gelernt.

Fünf Takeaways von einer Tech-Konferenz:

 

  1. Die wirklich interessanten Leute trifft man auf dem Flur, nicht auf der Bühne
    Ob andere Mitarbeiter oder einfach nur Konferenzbesucher: Die besten Leute, die ich kennen gelernt habe, waren allesamt “Normalos”. Das schöne an einer solchen Konferenz ist ja, dass alle Besucher die selben Interessen teilen. Da gibt es Werber, Developer, Marketer, Studenten, usw. Aber immer findet man eine gemeinsame Schnittstelle. Ein guter Weg, um interessante Leute zu treffen, ist denjenigen aufzulauern, die nach Talks die besten Fragen stellen. Ein bisschen creepy, aber es lohnt sich.
  2. Falls man mit einem Redner sprechen möchte ist VOR dem Auftritt der bessere Zeitpunkt – danach ist er ein Rockstar
    Lustig, aber es fiel mir erst jetzt auf, als ich technisch bedingt den ganzen Tag AUF der Bühne verbracht habe. Redner trudeln ca. 15 Minuten vor dem Auftritt ein, gerade wenn der Talk davor beendet ist. Der Stage Manager (in dem Fall ich) verkabelt sie und richtet alles ein. Übrig bleiben solide 10 Minuten in denen lustgerweise kein Mensch etwas von den Rednern wissen möchte. Das kam natürlich mir zu Gute. NACH der Präsentation stehe die Leute hingegen Schlange und jeder der etwas fragen möchte ist automatisch nur eines von vielen Gesichtern. Umdenken!
  3. Eine Business Card von jemandem zu bekommen ist soviel Wert wie ein feuchter Händedruck
    Jeder drückt einem seine Visitenkarte in die Hand. Das bedeutet quasi gar nichts. Die Leute erinnern sich genauso wenig an einen, wie wenn man ihre Email Adresse einfach nur aus dem Internet fischt. Ich würde lieber mit 5 Leuten eine halbe Stunden reden, als mit 50 Leuten jeweils 5 Minuten.
  4. Morgens ist die bessere Zeit um berühmte Leute abzufangen, denn es ist viel weniger Andrang
    Das unterstreicht Punkt 2. Es gab bei der Techweek einige gute Vorträge zu undankbaren Zeiten. Sprich Sonntag Morgen um 9:30 Uhr. KEIN MENSCH ist auf der Konferenz. Genau das ist der beste Zeitpunkt, um mit Leuten zu sprechen.
  5. Den vollen Eintrittspreis zu bezahlen ist absoluter Wahnsinn, es sei denn man hat bereits einen Namen
    Networking hin oder her. $600 war der volle Preis für die Konferenz, den ich als Mitarbeiter zum Glück nicht zahlen musste. Die Konferenz war super und vor allem für mich ein Erfolg. Für den normalen Preis muss man allerdings ein wahrer Networking Champion sein, um etwas daraus zu machen. Wie gesagt werden es ein paar Visitenkarten nicht rocken. Anders sieht es jedoch aus, wenn man bereits einen Namen hat und interessante Leute von sich aus auf einen zukommen.

Christian Faller

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Dom Heinrich (Twitter Facebook Pinterest YouTube)
Exzellente Tweets, Posts und Pins zwischen Werbung und Technik, das ist “Mr. Creative Rebel”. Genauso so, wie wir das hier beim Gefahrgut Blog mögen. Alleine die Boards “Best in Advertising” und “Cannes Lions 2012 Prediction” sind ein Grund, sich bei Pinterest anzumelden. Tut es.
Techweek (WebsiteTwitter)
Die größte Tech-Konferenz in den USA in Midwest. Techweek in Chicago ist mit dem Nerdteil von SXSW zu vergleichen: 70 Speaker aus unterschiedlichsten Technologie und Marketing Bereichen, Startup Wettbewerbe, Innovationspreise und mehr. Ab heute geht es für fünf Tage rund. Und ich bin mittendrin!

Die Autoren

Christian Faller Falk Ebert

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