Posts Tagged 'Wissen'

Mitmachen statt Rumheulen

Das Internet hat derzeit ein großes Problem: Jeder kann da was reinschreiben. Auch wenn er keine Ahnung hat. Sogar anonym! Skandalös.

So wie es aussieht, wird sich das in naher Zukunft auch nicht ändern. Und – einige User haben das bereits erkannt – so schlecht ist das auch gar nicht. Es führt nur leider zu einer großen Menge an falschen, fragwürdigen oder einfach nur irrelevanten Informationen. Die digital natives lernen heute früh damit umzugehen. Medienkompetenz bedeutet: Irrelevantes wird gefiltert, Fragwürdiges hinterfragt und Falsches ignoriert. Doch das reicht nicht.

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lessons learned: Was ich zu Beginn meines Studiums hätte wissen sollen – Teil 2

Die HdM invertiert

Heute die Fortsetzung zum Artikel vom Montag. Was ich zu Beginn meines Studiums hätte wissen sollen, Punkt sechs bis zehn:

6. Musik ist immer da

Egal ob man eine wissenschaftliche Arbeit oder einfach nur einen Blogartikel schreibt – Musik kann dabei helfen. Viele mögen Trance, Minimal oder Ambient, im Endeffekt muss es aber jeder selbst für sich herausfinden.

Gute Produktivitäts-Musik kann man mit den richtigen Keywords last.fm oder 8tracks entlocken.

7. Der Mond ist deine Sonne

Es gibt Lerchen und Eulen. Ich bin letzteres, liegt wohl in meinen Genen. Aber egal ob ihr morgens oder Abends euer Hoch habt – ihr solltet es ausnutzen. Denn das ist die beste Zeit für den Flow. Egal ob Lernen, Lesen oder Tippen. Ich persönlich schaffe 80% meiner Arbeit zwischen elf und drei Uhr nachts.

8. Die S-Bahn ist dein Kreativstudio

Es wundert mich sehr, wie manche Leute in der S-Bahn nur dasitzen können. Ich habe stets mein Notizbuch aufgeklappt und kritzle Skizzen, Ideen und Konzepte. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich in der Bahn stets kreative Hochphasen.

9. Die deutsche Fachpresse saugt

Die deutsche Presse hat ein generelles Problem. Vielleicht ist das bei eurer Studienrichtung anders – Ich bin schwer enttäuscht von der deutschen Fachpresse zum Thema Werbung, Marketing und Public Relations. Nicht, dass ich Horizont, W&V und die anderen grauen Blätter nicht in meinem Reader hätte, für sich genommen geben sie aber wenig her. Deshalb gilt: Anreichern! Mit Blogs, mit Twitter und vor allem mit Quellen aus anderen Ländern. Gerade im Bereich Social Media und Digital Advertising sind die Amerikaner uns zwei bis drei Jahre voraus.

Wer den richtigen Influencern von Übersee bei Twitter folgt, kann davon unheimlich profitieren. Davon abgesehen empfehle ich aber dennoch, den eigenen RSS Reader stets nach Karteileichen zu durchforsten, sowie neue Quellen auf einer regelmäßigen Basis zu suchen und zu prüfen. Der beste Reader? Google Reader mit Feedly-Skin!

10. study hard – party harder

Ganz zum Schluss folgendes nicht vergessen: An erster Stelle steht das Studium, an zweiter Stelle die Nebenjobs. An allererster Stelle steht aber die Lebensfreude. Also vergesst bloß das Feiern nicht! Denn nur wer eine gute Work-Life-Balance hat, kann auch ein guter Student und ein guter Kumpel sein! Before Part B you must PartAy!

Bonustipp: Lerne etwas, was möglichst wenige Leute können

Denn so definiert man einen Experten. Egal was es ist – in irgendwas kannst du besonders gut sein. Über das Internet wirst du Kunden finden, die deine Expertise benötigen. Und dann arbeitest du nicht mehr per Stunden-, sondern per Tagessatz.

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Falk Ebert

Quora – Nie war klüger werden einfacher

Quora, Screenshot der Startseite

Ich habe, für mich persönlich, das nächste große Ding gefunden. Es heißt Quora. Seit ein paar Jahren hat mich nichts mehr so begeistert wie diese Seite! Jeder, der sich etwas unter dem Begriff “Wissensdurst” vorstellen kann, muss sich Quora anschauen!

Um was geht es?

Laut landing page ist Quora…

A continually improving collection of questions and answers created, edited, and organized by everyone who uses it.

Kurz gesagt, ist der Dienst eine soziale Frage- und Antwort-Plattform. Jeder kann Fragen stellen, jeder kann Fragen beantworten. Dazu kommen die Features, die man von anderen sozialen Netzwerken kennt: Auf- und Abwerten von Antworten, anderen Personen folgen, Profile, persönliche Nachrichten.

“Folgen” kann man aber nicht nur anderen Personen, sondern auch ganzen Themenblöcken und speziellen Fragen. Aggregiert wird das alles auf der Startseite.

Quora Suchslot und Stream

Quora erfüllt dabei sämtliche Kriterien einer Web-App im 21. Jahrhundert. Die Inhalte sind User Generated Content, die Plattform verwaltet sich selbst.

Außerdem steht alles, was dort passiert, in Zusammenhang zu echten Menschen. Bei intensiver Benutzung finden sich auf der Startseite nur noch um die Themen, welche den einzelnen, individuellen User interessieren. Egal ob Direktmarketing, Kochen oder Star Wars.

Das Sharing ist super gelöst, sogar an einen hauseigenen Shortlink-Generator wurde gedacht.

Quora User Profil

Das Besondere daran?

Zum einen ein sehr hoher Qualitätsanspruch von Seiten der Admins. Bevor man die Plattform nutzen darf, muss man erst einen “Wie schreibe ich Fragen und Antworten”-Idiotentest machen. Bevor man eine Frage schreibt, bekommt man automatisch Vorschläge bereits vorhandener Fragen, um Redundanzen zu verhindern. Und durch das ganze Board wuseln Moderatoren, die Tipp- und Grammatikfehler korrigieren.

Das wirklich hohe Niveau der Plattform kommt aber hauptsächlich daher, dass die Fragen öffentlich beantwortet werden. Und so schreiben die meisten User nur in den Topics Antworten, in denen sie sich als echte Experten positionieren können. Jede Antwort ist eine Visitenkarte des Nutzers.

Quora im Praxistest!

Ich habe mal die Probe aufs Exempel gemacht und Fragen gestellt, die mich (teilweise schon seit Jahren) brennend interessieren. Das Ergebnis: Drei von Acht meiner Fragen sind unbeantwortet geblieben, die anderen Antworten sind dafür Gold wert. So habe ich jetzt endlich einen schicken Google-Reader-Skin (Feedly), habe Sekundärliteratur-Tipps zu Foucault bekommen und die Antworten auf meine Frage nach der starken Emotionalität von Musik sind schlichtweg mind-blowing.

Invites zu verschenken!

Wenn ihr schon bei Quora seit, könnt ihr mir gerne folgen.

Wenn nicht, schreibt eure Mail-Adresse in die comments, wir schicken euch einen invite! Man benötigt derzeit eine Einladung, um mitmachen zu dürfen. Viel Spaß beim klüger werden!

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Falk Ebert


Die Autoren

Christian Faller Falk Ebert

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